Gesellschaft der Safaris des Flusses Nil

   
Bahr el Jebel Safaris

WISSENSWERTES ZUM SÜDSUDAN

Das Land Südsudan gibt es noch nicht. Derzeit gehört dieses Gebiet noch zum Sudan. Nach 25 Jahren Bürgerkrieg wurde im Januar 2005 zwischen dem vorwiegend muselmanischen Norden und dem vorwiegend christlichen und animistischen Süden ein Übereinkommen unterzeichnet, das spätestens für Januar 2011 eine Volksabstimmung über die volle Unabhängigkeit vorsieht.

9 Juli 2011,  Tag der Unabhängigkeit

Die Hauptstadt des Südsudan ist Juba (offiziell als Sitz der Autonomen Regierung des Südsudan bekannt). Das Friedensabkommen gesteht dem Südsudan einen hohen Autonomiegrad zu. Die Übergangsregierung versucht darum, das Land möglichst schnell mit der modernen Welt in Einklang zu bringen – wobei die Internationale Völkergemeinschaft beträchtliche Hilfe leistet. Lastwagenweise fließt Material täglich von Uganda nach Norden.

Wir betrachten unsere Firma als einen Vorreiter für den Tourismus im Südsudan, als einen kleinen Beitrag, um dieser neuen Nation zu helfen.

SPRACHEN UND VOLK

Amtssprachen sind Englisch und Jura-arabisch, je nachdem, mit wem Sie es zu tun haben. In der auf 12 Millionen geschätzten Bevölkerung existieren über 400 Dialekte der Sprachfamilien nubisch, Ta Bedawie, nilotisch, nilo-hamitisch und sudanesisch. Die Schul- und Regierungssprache ist Englisch.  Jura-arabisch ist eine neue Sprache. Sie entstand aus der Mischung einer von sudanesischen Soldaten entwickelten Sprache, die um 1800 im Süden stationiert waren, und der Stammessprache der Bari. Jura-arabisch ist die mit Nicht-Englischkundigen benutzte Verkehrssprache.

Viele Menschen halten an traditioneller Kleidung, Gebräuchen, Religion und Sprache ihres Stammes fest.  Hexenkunst, Viehdiebstahl, Brautpreise, Geheimbünde, Animismus (der Glaube, dass Bäume, Tiere und manche geologischen Formationen von Geistern beseelt sind) - das alles gibt es noch. Das Volk gehört darum voll und ganz zum Erlebnis Südsudan.

Dinka-Stammesangehörige beim Bau eines Luak als Unterstand für ihre Rinder.

WIRTSCHAFT

Selbstversorgung mit Landwirtschaft, Jagd und Sammeln sowie Viehzucht sind die Haupt-Versorgungsquellen. Man darf hoffen, dass die entdeckten Erdölvorkommen das Leben vieler Leute verändern wird.  Es gibt eine neue Schule, in der Revierförster unterrichtet werden und in den Nationalparks hat die Sanierung/der Wiederaufbau der Lodges begonnen. Die ersten Schritte vor dem Sprung ins Geschäft des Safari-Tourismus, der vor über 2 Jahrzehnten verloren wurde.

Für die meisten Südsudanesen stellt Vieh den Grundstock allen Reichtums und das Zentrum ihrer Kultur dar. Bei den Dinka muss ein junger Mann als Brautpreis 100 Rinder an den Vater der Braut zahlen. Darum gehören Viehraubzüge beim Nachbarn auch zur Kultur.

VISA

Wenn man auf dem Land- oder Flussweg von Uganda in den Südsudan einreist, kann man an der Grenze ein Visum erhalten. Sie brauchen dafür einen gültigen Passport und das Visum kostet 20€. Wenn Sie direkt nach Juba fliegen, brauchen Sie ein Visum, bevor Sie an Bord des Flugzeugs gehen. Bei diesem Visum sind wir Ihnen behilflich: Scannen Sie die Seite mit dem Foto auf Ihrem Pass in Farbe ein und leiten Sie es an uns weiter. Wir senden es an unser Büro in Kampala, wo unsere Kollegen es ins Büro der halbautonomen Regierung (GOSS) bringen. Unser Büro in Kampala sendet das Visum dann mit DHL zurück an Sie. Die Kosten für Visum und DHL hängen von Ihrem Wohnort ab, bitte verlangen Sie einen Kostenvoranschlag.

BANKWESEN

Offizielle Währung ist das sudanesische Pfund. US-Dollar und Euro sind aber besser angesehen. Es gibt keine Geldautomaten und Kreditkarten werden nicht akzeptiert.

WETTER

Die Regenzeit geht von Anfang Mai bis Ende Oktober. Die Trockenzeit geht von Anfang November bis Ende April.

FLUGVERBINDUNGEN

Von Entebbe gehen jeden Tag Flüge nach Juba.

 

UNGLAUBLICHER WILDBESTAND

Im Januar 2007 führten Biologen aus der Luft eine statistische Erhebung zur Zählung des Wildbestands im Südsudan durch. Sie gingen davon aus, dass er nach 25 Jahren Bürgerkrieg sehr niedrig sein würde. Groß war die Überraschung über das, was sie beobachten konnten: "Nie habe ich solchen Wildbestand gesehen – eine solche Anzahl - auch nicht als ich die Massenwanderungen der Serengeti überflog" gesteht Projektleiter J. Michael Fay.

Große Herden Elefanten, Weißohr-Kobs (Antilopenart), Tiang (Leierantilopenart), Giraffen, Oryx, Schwärme von Straußen und viele andere Tiere konnten aus der Luft beobachtet werden. Die Tiere hatten sich während des Krieges in die großen Sümpfe geflüchtet, wo sie größtenteils sicher waren.

Klicken Sie auf folgenden Link für eine Beschreibung und die Fotos der Luftzählung:

 http://news.mongabay.com/2007/0612-sudan.html

Es gibt 5 Nationalparks und 14 Wildreservate im Südsudan. Auf der "Landkarten"-Seite dieser Website finden Sie eine Karte mit den Naturschutzparks und Reservaten.

Wir planen, in naher Zukunft auch Safaris in anderen Gebieten des Südsudan anzubieten.

Der Sudd – ein Sumpfgebiet der Größe Englands, das der Bahr el Jebel (Nil) auf seinem Weg nordwärts durchfließt. Auf der gegenüberliegenden Seite des Sudd kommt der Fluss wieder zum Vorschein und fließt über Khartum weiter nach Ägypten. Während des ganzen 25-jährigen Bürgerkriegs im Sudan war dieser Sumpf die Zuflucht der Wildtiere.  Hier windet sich ein Flussfracht­kahn durch einen Kanal im großen Sudd.

MALARIA

Malaria wird von Moskitoweibchen übertragen, die Träger verschiedener Malaria-Formen sind. Diese Krankheit fordert jährlich weltweit über 1 Million Todesopfer. Es ist sehr wichtig, dass Sie vor Ihrer Reise nach Afrika die notwendigen Vorbeugevor­kehrungen treffen. Verschiedene markt­gängige Medikamente verhüten die Krank­heit. Alle diese Medikamente unterbrechen in irgendeiner Weise den Sexualzyklus des Parasiten, den der Moskito Ihnen "einspritzt". Es steht nicht fest, wie die Medikamente die Unterbrechung dieses Zyklus erreichen, nur dass es so ist.

Das Center for Disease Control (Krankheitskontrollzentrum) in Atlanta hat Infos ins Internet gestellt, die Sie bzw. Ihr Arzt unter folgendem Link lesen können:

http://www.cdc.gov/travel/malinfo.htm

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http://www.cdc.gov/travel/malariadrugs.htm

In der Augustausgabe 1997 von Atlantic finden Sie einen guten Artikel über Malaria. Abrufbar unter:

http://www.theatlantic.com/issues/97aug/malaria.htm

Der Erreger mutiert im Laufe der Zeit. Die Arzneimittelhersteller sind gezwungen, die Zusammensetzung ihrer Medikamente zu ändern, um sie den Mutationen anzupassen.

So war Chloroquin jahrelang wirksam gegen Malaria,

mutierte aber in den 1980-ern. Mefloquin (auch Lariam genannt) wurde auf breiter Ebene angewandt, hatte jedoch viele Nebenwirkungen.

In den späten 1990-ern wurde in England ein Medikament namens Malarone entwickelt. Dieses Mittel verspricht, alle anderen Vorsorgemedikamente gegen Malaria zu ersetzen. Es ist täglich einzunehmen und ist teuer.

Geben Sie Ihrem Arzt/Ihrer Ärztin, wenn er/sie mit Tropenmedizin nicht vertraut ist, die obigen Informationen lange vor der Reise, damit er/sie Zeit hat, das beste Medikament für Sie zu finden.